Steuer KFZ

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KFZ Steuer für Deutschland

Seit Juli 2009 zählt die KFZ Steuer (eigentlich Kraftfahrzeugssteuer) zu den Bundessteuern. Das Bundesministerium der Finanzen übernimmt die Verwaltung. Erhoben wird die KFZ Steuer für das Halten von Pkws im Inland, für das Halten von ausländischen Fahrzeugen sobald diese im Inland sind, für die widerrechtliche Nutzung von Fahrzeugen und schließlich auch für Oldtimer-Kennzeichen und rote Kennzeichen mit Ausnahme von Prüfungskennzeichen. Dabei versteht man unter dem Begriff Fahrzeug alle nicht dauerhaft schienengeführten Kraftfahrtzeuge und die dazugehörigen Anhänger. Fällt ein Fahrzeug unter die maßgebenden Vorschriften im Inland so ist es inländisch. Ausländisch hingegen wird das Fahrzeug wenn es in einem anderen Staat zugelassen ist. Unter einer widerrechtlichen Nutzung versteht man das Fahren eines Fahrzeugs auf öffentlichen Straßen ohne dass man die vorgeschriebene Zulassung dafür besitzt.

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Bemessung der KFZ Steuer

Krafträder und Personenkraftfahrzeuge werden nach dem Hubraum berechnet. Außerdem kommen beim Pkw noch die Schadstoff- und die Kohlenstoffdioxidemission dazu. Bei Wohnmobilen werden noch die Gesamtmasse und die Schadstoffemission mitberechnet. Andere Fahrzeuge, wie Anhänger, Zugmaschinen oder Lastkraftwagen, werden nach dem Gesamtgewicht, Schadstoff- und Geräuschemission berechnet. Quads zum Beispiel werden bei der Berechnung der Steuer nicht als Motorräder sondern als Pkws gerechnet.

Möglichkeiten zur Senkung der KFZ Steuer

Ältere Fahrzeuge können beispielsweise nachgerüstet werden, damit sie in eine bessere Schadstoffklasse gelangen. Vor allem Fahrzeuge mit Euro-1-Norm profitieren von so einer Umrüstung und können dann in die Euro-2- oder D3-Norm gelangen. Somit kann die KFZ Steuer deutlich gesenkt werden. Bei Fahrzeugen mit einem Ottomotor kann mit einem Kaltlaufregler viel eingespart werden. Aber auch die Auswechslung eines alten Katalysators kann aus steuerlicher Sicht einige Vergünstigungen bringen. Nach der erfolgreichen Umrüstung wird auch in den Fahrzeugpapieren die Schlüsselnummer geändert. Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Umrüstung ist der höhere Wiederverkaufswert.

Ausnahme: Das Wohnmobil

Der Begriff Wohnmobil wurde sehr genau definiert. Ein Kraftfahrzeug zählt dann zu den Wohnmobilen, wenn es sich eindeutig zu Wohnzwecken nutzen lässt. Zur Mindestausstattung, die der TÜV dafür vorgibt, gehören ein Tisch mit Sitzgelegenheit, Schlafmöglichkeiten (dies können auch um klappbare Sitze sein), eine Kücheneinrichtung mit Kochstelle und Spüle und Schrank oder einen anderen Stauraum. Diese Einrichtung muss fest eingebaut sein. Außer natürlich der Tisch. Darunter versteht man, dass alles nur mit dem Einsatz von Werkzeugen gelöst werden können. Des Weiteren sollte die Stehhöhe mindestens 1,70 Meter betragen. Wird ein Fahrzeug zum Wohnmobil umgebaut, wird durch das Straßenverkehrsamt eine Änderung im Fahrzeugschein vorgenommen, die dann auch steuerlich in Erscheinung tritt. Somit zählt für Wohnmobile ein spezieller Steuersatz, welcher sich aus der zulässigen Gesamtmasse und der Schadstoffemission berechnet.

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Die Steuerreglung bei Sonderfahrzeugen

Sonderfahrzeuge sind zum Beispiel Elektrofahrzeuge und Oldtimer. Bei Elektrofahrzeugen wird die Besteuerung nach der zulässigen Gesamtmasse errechnet. Ebenso wie Personenkraftwagen mit einem Wankelmotor mit einer Erstzulassung bis Ende Juni 2009. Tritt die Erstzulassung später ein, wird nach Hubraum, CO2-Ausstoß und Emissionsgruppe berechnet. Bei Oldtimern wird eine pauschale KFZ Steuer erhoben. Diese beträgt 191,73€ pro Jahr.

Wie berechnet sich die Anhängerbesteuerung

Zulassungspflichtige Anhänger werden mit einer KFZ Steuer von 7,46€ pro 200 kg zulässigem Gewicht berechnet. Der Höchstbetrag für einen Anhänger liegt bei 373,00€ Jahressteuer. Damit diese Regelung in Anspruch genommen werden kann, muss der Anhänger aber ein grünes Kennzeichen tragen. Denn nur dann wird keine KFZ Steuer für den Anhänger erhoben. Allerdings darf es sich nicht um einen Wohnanhänger handeln. Auch darf dieser steuerbefreite Anhänger nur hinter Zugfahrzeugen, also nicht hinter Pkws und Motorrädern, mitgeführt werden. Für diese Zugfahrzeuge wurde bereits ein Anhängerzuschlag in einer ausreichenden Höhe bezahlt. In jedem Fall haftet aber immer der Halter des Anhängers für die Steuer.

Die Dauer der KFZ Steuerpflicht

Wer bloß in Besitzt eines Kraftfahrzeuges ist, ist auch noch nicht verpflichtet KFZ Steuer zu bezahlen. Erst wenn das Fahrzeug im Straßenverkehr zugelassen wurde, entsteht die Steuerpflicht. Also mit dem Erhalt der Zulassungsbescheinigung und des amtlichen Kennzeichens. Bis zur Abmeldung des Fahrzeugs bleibt diese Steuerpflicht bestehen. Wird das Fahrzeug auf einen anderen Halter umgeschrieben, kommt es aber nicht zu einer doppelten Besteuerung. Hier wird dann tagesgenau abgerechnet. Das Ende tritt demnach mit der ordnungsgemäßen Ab- oder Ummeldung in Kraft. Zur Abmeldung benötigt man das Kennzeichen und die Zulassungsbescheinigung, bei einer Ummeldung die Veräußerungsanzeige. Beim Diebstahl des Fahrzeugs muss bei der Polizei oder der Zulassungsbehörde Meldung gemacht werden.

Die Steuererhebung

Informationen über die Steuer erhält man mit dem Steuerbescheid. Sie muss immer für ein Jahr im Voraus bezahlt werden. Beträgt sie allerdings mehr als 500€ kann sie auch für ein halbes Jahr bezahlt werden. Dafür fällt jedoch ein Aufgeld von 3 Prozent an. Bei mehr als 1000€ kann sie mit einem Aufgeld von 6 Prozent auch vierteljährlich bezahlt werden. Wird sie nicht entrichtet, kann das zuständige Amt das Fahrzeug stilllegen lassen. Einzelne Bundesländer setzen hierbei auf die so genannte Parkkralle. Nach drei Tagen wird es dann abgeschleppt und versteigert.

Die Geschichte der KFZ Steuer

Die Idee der KFZ Steuer stammt aus dem Jahr 1899. In Hessen wurde eine Steuer auf die Motorfahrzeuge erhoben, allerdings hieß sie damals Luxussteuer. Im April 1933 wurde sie aber wieder aufgehoben. Erst zwei Jahre später im März 1935 beschloss man sie erneut. Bis 2009 waren die Bundesländer für die KFZ Steuer zuständig und die Einnahmen daraus erhielten die Landeshaushalte. Dies wurde 1949 im Gesetz so verankert. Ab Juli 2009 ging dieses Recht aber an den Bund über. 1985 wurde dann eine Reform durchgeführt. Dabei wurden die Fahrzeuge in drei Schadstofftypen unterteilt. Und je schlechter die Abgasqualität war, desto höher viel auch die KFZ Steuer aus. Erst 1997 wurden dann drei weitere Schadstofftypen eingeführt. So gab es ab jetzt sechs Typen. Auch für besonders schadstoffarme Fahrzeuge wurde eine Steuerbefreiung festgelegt. Der Gedanke der Regierung war dabei der Anreiz mit einem schadstoffarmen Fahrzeug Steuern einzusparen. Im Jahr 1989 hatte die Bundesregierung bereits beschlossen die KFZ Steuer nicht mehr nach dem Hubraum zu berechnen, sondern nach dem Ausstoß des Schadstoffes. Allerdings verlor dieses Gesetz durch die Deutsche Einheit seine Wichtigkeit. Zu Beginn des Jahres 2005 waren bereits circa 54 Millionen Fahrzeuge zugelassen. Für die meisten davon musste eine KFZ Steuer entrichtet werden.

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